Unfall- Seitenairbag ausgelöst

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Moncheri122
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Unfall- Seitenairbag ausgelöst

Beitrag von Moncheri122 » 13.03.2016, 12:20

Hallo,
Ich hatte im August 2014 einen Unfall.
Ich habe einer Frau die Vorfahrt in einer 30er Zone genommen, da ich sie nicht gesehen habe. Daraufhin habe ich die Hauptschuld bekommen. Da ich dies nicht vollständig eingesehen habe, haben qir einen Anwalt eingeschaltet und es ging vor Gericht. Nun möchte der Richter ein Sachverständigengutachten einholen.
Nun zu meiner Frage:
Welche Faktoren spielen eine Rolle das sich beim Aufprall des anderen Fahrzeugs auf meinen C2 der Seitenairbag vom Beifahrersitz ausgelöst wurde? Die Frau hat bei Gericht ausgesagt, das sie gestanden hat und gerade erst anfahren wollte. Aber bei dieser Anfahrgeschwindigkeit kann doch mein Airbag nicht auslösen oder?
Zusätzlich zur Info:
Mein Auto war ein Totalschaden da der Schweller samt Seitentür etc eingedrückt war. Ihr Auto denke ich auch, da der Motor eingedrückt war und das Auto Flüssigkeit verloren hat welche von der Feuerwehr beseitigt wurde.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen :-)

Geronimo

Beitrag von Geronimo » 13.03.2016, 22:33

Hallo, erst mal mein Beileid zu dem Unfall, sowas ist immer ärgerlich aber zum Glück scheint euch nichts passiert zu sein.

Aufgrunddessen dass alle Autos seitlich eine recht geringe Knautschzone haben, gehen bei einem Seitenaufprall recht schnell die Airbags auf.

Da in deinem Fall die crash Zone 3 also die stärkste Zone stattgefunden hat (schlussfolgernd weil ja der Seitenairbag aufgegangen ist), kann man schnell von einem wirtschaftlichen Totalschaden ausgehen weil die wichtige Fahrgastzelle beschädigt worden ist.

Zum vergleich bei einem frontalunfall z.B erreicht man die Zone 3 bei einem Unfall eher "schwerer" weil dort mehr knautschzone vorhanden ist.

Zone 1 geht bei einem crash bis ca. zum stossfänger nicht das plastik sondern dort drunter!
Zone 2 geht bis zu den Seitenholmen im Motorraum und erst dann wenn Motor und Seitenholme eingedrückt sind kommt die Zone 3 wo die Fahrgastzelle anfängt. Oftmals gehen aber im vorderen Bereich die Airbags aber schon ab Zone 2 oder kurz vor 3 auf um den Schutz der Insassen zu gewährleisten.

Fehler in Bezug auf falsch ausgelöste Airbags passieren recht selten.

Faktoren für das auslösen eines Airbags sind immer die gemessenden Werte beim Aufprall vom Gierraten- und crashsensor/en.

Gruß und allzeit unfallfreie Fahrt dir noch.

RomanL
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Beitrag von RomanL » 14.04.2016, 11:19

Der Beweis kann in so einem Fall eigentlich nur über die Spuren auf dem Boden geführt werden. Wo lagen Glassplitter, wie sah die Reifenspur der Unfallgegnerin aus (Abschub direkt oder in Kurve) usw. usw. Das ist auf jeden Fall eine Aufgabe für einen erfahrenen Gutachter - und eine exquisite Spurendokumentation (die in 9 von 10 Fällen eher mangelhaft ist).

Letztlich dürfte es aber in einer Tempo-30-Zone total egal sein, weil dort normalerweise immer rechts vor links gilt und ein ausgelöster rechter Seitenairbag darauf hindeutet, daß Du ihr ganz klar die Vorfahrt genommen hast (es sei denn, Du fährst ein Rechtslenkermodell aus GB;-). Da ist die Dikussion dann müßig, denn bei rechts vor links ist bei uns erst mal immer der Schuld, der die rechte Seite platt hat, leider ;-( Da ist es auch total egal, ob sie stand, fuhr, raste,...

Das Auslösen des Airbags erfolgt immer dann, wenn das seitliche Eindringen oder die Querbeschleunigung die Auslöseschwelle überschreitet - und da reicht oft ein Abdrehen des Wagens durch Lenk- oder Abprallkräfte. da kann man erst mal nix draus schließen, was Dich entlasten würde.

Ich seh hier somit erst mal keine Chance, eine Mitschuld durchzukriegen - so ärgerlcih das für einen Unfallverursacher dann auch ist.

Gruß
Roman

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